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Haushaltsrede 2022

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Vertreter der Presse,

liebe Bürgerrinnen und Bürger der Gemeinde Schermbeck,



Zunächst möchte ich der Verwaltung und insbesondere dem ausscheidenden Kämmerer für die

Arbeit im vergangenen Jahr herzlich danken.



Vorausgeschickt möchte ich erneut auf die Erfolgreiche Zusammenarbeit der Kooperation aus CDU,

Grünen und FDP auf Kreisebene hinweisen, welche wiederum dazu geführt hat, dass sowohl die

Jugendamtsumlage, als auch die Kreisumlage gesunken ist. Der kritische Blick auf die Ausgabenseite

steht dem Kreis Wesel sehr gut zu Gesicht. Dies darf sich die Gemeinde Schermbeck gerne zum

Vorbild nehmen.



Weiterhin stehen wir zu allen Investitionen in die Zukunft. Als Beispiel seien hier Investitionen in

Infrastruktur und Bildung genannt. Leider ist dabei der Haushalt erneut von Förderprojekten geprägt.

Weiterhin wird hier unserer Meinung nach nur Versucht möglichst viel Geld in die Gemeinde

Schermbeck zu holen, ohne die Investitionen auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Das wohl Beste

Beispiel hierfür ist die Schaffung eines zweiten Spielplatzes am Waldsportplatz, gegenüber des

bestehenden Spielplatzes. Hier fehlt uns vor Allem eine Betrachtung der Eigenanteile, welche eine

große Belastung des Gemeindehaushaltes ausmachen.



Da dieser Weg in den nächsten Jahren fortgeführt werden soll, plant die Gemeinde eine Erhöhung der

Gewerbe- und der Grundsteuer B. Wir bleiben bei unserer Ansicht, dass die Gemeinde kein

Einnahme-, sondern ein Ausgabenproblem hat. Ohne, dass alle Ausgaben der Gemeinde auf den

Prüfstand kommen, verbitten sich Gedankenspiele über Steuererhöhungen für Schermbeckerinnen

und Schermbecker. Gerade von der Mehrheitsfraktion in unserem Rat würde ich mir mehr Aufsicht

der Ausgabenseite wünschen.



Aus den oben genannten Gründen und dem Wunsch nach einem generationengerechten

Gemeindehaushalt werden wir den vorgelegten Haushaltsentwurf ablehnen.



Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!



Schermbeck, 21.12.2021



Simon Bremer